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Enttäuschung auf der Olympiaschanze 2010

 
     
 

«Da bin ich mal gespannt, wie die den Wettkampf in zwei Jahren organisieren, wenn das Wetter wieder so verrückt spielt», sagt Evelyne Leu nach dem Weltcup-Springen in Cypress Mountain, dem Ort des nächsten olympischen Wettkampfs. «Zum Glück haben sie noch zwei Jahre Zeit.» Cypress Mountain befindet sich nur zwanzig Autominuten ausserhalb von Vancouver, das auf Meereshöhe liegt. Das Wetter vom Pazifik trifft das Skigebiet ungehindert. Die ganze Woche über schneit oder regnet es. Grösstes Problem ist aber der Mangel an Helfern, die es kaum schaffen, Anlauf und Schanze vom Neuschnee zu befreien. Die Athletinnen und Athleten müssen oft selber den Landehang auflockern. Zu Schnee und Regen kommt Nebel, der oft so dicht ist, dass man vom Start aus kaum die Schanze sieht. «Zusammen mit dem holprigen Anlauf war das schon richtig gefährlich», konstatiert die Schweizerin.
Auch am Wettkampftag macht das Wetter keine Ausnahme. Die Schanze für die Dreifachsalti ist erst kurz vor dem Wettkampf bereit. Im einzigen Trainingssprung ist Evelyne Leu zu schnell, überdreht und hat eine Ski-Rücken-Ski-Landung. Mit diesem wenig aufbauenden Erlebnis steigt sie in dei Qualifikation. Es zeichnet sich bereits ab, dass der Finaldurchgang nicht durchgeführt werden wird. Die Olympiasiegerin ist erneut zu schnell und wiederholt nach einem anständigen Lay-Tuck-Full (Dreifachsalto mit einer Schraube) ihre schlechte Landung aus dem Training. Tatsächlich wird die Qualifikation als einziger Durchgang gewertet. Die Schweizerin hätte es als Sechzehnte aber ohnehin nicht in den Final geschafft. «Ich brauche wieder einmal eine Woche mit guten Verhältnissen, damit ich Sicherheit gewinnen und meine Sprünge neu aufbauen kann», sagt eine enttäuschte Evelyne Leu. Nun reist der Tross nach Japan, wo bereits am kommenden Sonntag das nächste Springen ansteht.

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