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Enttäuschung in Deer Valley

 
     
 

Ein Sprung, ein Sturz und vorbei ist das Weltcup-Springen von Deer Valley für Evelyne Leu. Der kürzeste Wettkampf dieses Winters. «Natürlich habe ich mich nicht optimal gefühlt, aber ich war mir dennoch sicher, dass ich den Sprung hinstellen kann», sagt sie enttäuscht.
Mit viel Selbstvertrauen war sie aus dem kanadischen Mont Gabriel angereist, doch die Wetterverhältnisse im US-Bundesstaat Utah machten es schwierig, im Rhythmus zu bleiben. Es schneite jeden Tag und weil auch noch oft Wind wehte, gingen die Trainings sehr langsam voran. «Im Training am Tag vor dem Wettkampf habe ich in zwei Stunden drei Sprünge gemacht. Das ist natürlich zu wenig.» Evelyne kommt nicht auf Touren, im wahrsten Sinn des Wortes. «Ich war immer zu langsam, obwohl ich den Anlauf dauernd verlängert habe.
Das tut sie auch vor ihrem Sprung in der Qualifikation, einem Lay Full Full (Dreifachsalto mit zwei Schrauben). Trotzdem ist ihre Geschwindigkeit in der weichen Anlaufspur zu tief. «Der Absprung war ok, in der Luft fühlte ich mich gut und ich sah auch, dass ich die letzte Rotation beschleunigen musste. Leider zog ich nicht stark genug.» Die Skispitzen kriegt sie gerade noch unter den Körper, aber ihr Schwerpunkt liegt zu weit vorne, um den Sprung zu stehen. Sie stürzt nach vorne und weiss im selben Moment, dass es dafür keine Punkte geben wird. «Ich habe ein etwas komisches Gefühl im Knie, aber richtig weh getan, habe ich mir nicht. So ein Sturz gibt einem halt zu denken. Das ist das Schwierigste im Moment», beschreibt sie ihre Gefühle.
Das Springen in Deer Valley gewinnt Nina Li (CHN) vor Jacqui Cooper und Shuang Cheng (CHN). Evelyne Leu wird punktelos Letzte. Am nächsten Wochenende steht der nächste Wettkampf an: in Cypress Mountain (Kanada). «Ich wünsche mir gute Landungen. Ich muss so schnell wie möglich die Sicherheit wieder finden» – keine leichte, aber eine lösbare Aufgabe für die Olympiasiegerin.


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