Am 5. Februar sprang Evelyne zum ersten Mal seit
den Olympischen Spielen in Salt Lake City den Full-Full-Full
im Wettkampf. Den ersten Full-Full-Full im Schnee
seit vier Jahren zeigte sie am Freitag im Training.
Das Training vor dem Wettkampf verlief sehr gut,
sie landete beinahe alle Sprünge. Die Bedingungen
waren ausgezeichnet was es natürlich viel einfacher
machte. Im Wettkampf spielte dann der Wind Spielverderber.
Genau vor ihrem ersten Wettkampfsprung bei dem sie
den Full-Full-Full auspackte fing der Wind an zu
blasen. So war es schwierig abzuschätzen wie viel
Anlauf man bei diesem Gegenwind nehmen muss. Gegenüber
dem Training nahm Evelyne zwei Meter (!) mehr. Es
war leider immer noch zu wenig. Statt 72 Stundenkilometer
die sie benötigt hätte zeigte die Speed-Clock nur
knapp über 70 an. So fehlte ihr der Schwung und die
Grösse im Sprung und sie stürzte bei der Landung
nach vorne. Mit 56.90 Punkten musste sie sich nach
dem ersten Sprung mit dem sehr ungewohnten zweitletzten
Platz abfinden.
Dort wollte sie natürlich auf keinen Fall bleiben.
Mit einem sehr guten Lay-Full-Full der ihr die Tageshöchstnote
von 101.46 Punkte einbrachte machte sie in der Rangliste
einen riesen Sprung auf den 8. Schlussrang. Sie hatte
die schwierigsten Sprünge aller Athletinnen im
Programm. Wenn sie noch den Full-Full-Full landen
kann ist sie mit Sicherheit wieder ganz vorne auf
der Rangliste.
Im Gesamtweltcup liegt sie nun wieder an zweiter
Stelle.
Evelyne:"Bei diesem Wettkampf war nicht unbedingt
der Rang das wichtigste. Für mich war das grosse
Ziel den Full-Full-Full unter Wettkampfbedingungen
zu springen und das habe ich geschafft. Dass der
Wind genau vor dem ersten Sprung einsetzte war grosses
Pech. Jetzt bin ich für Turin bereit und freue mich
sehr darauf."
Rangliste