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Evelyne auf über 4000 Meter über Meer
 
     
 

Anlässlich der letzten Mitgliederversammlung erhielt Evelyne einen Gutschein für eine Bergtour auf einen 4000er. Am letzten Samstag, 21. August 2004 löste sie dieses Geschenk in Zermatt ein. Damit sie nicht alleine auf diese Tour musste entschieden sich die Vorstandsmitglieder Chrischi und Martin sie zu begleiten. Wir reisten am Freitagmorgen nach Zermatt, damit wir uns schon ein wenig an die Höhenluft angewöhnen konnten. Nach einem kurzen Spaziergang durch Zermatt mussten wir im Sportgeschäft noch die Ausrüstung mieten. Dazu gehörte ein Bickel, Klettergurt und die Steigeisen. Wie es sich für eine gute Vorbereitung gehört gingen wir schon früh zu Bett da wir uns am Samstagmorgen bereits um 06.20 Uhr auf den Weg zur Talstation der Kleinmatterhornbahn machen mussten. Dort trafen wir unseren Bergführer Alfred. Mit den Luftseilbahnen erreichten wir die Bergstation des Klein Matterhorn. Dann ging es los, noch den Klettergurt anziehen und uns an das Bergseil einhacken. Die Höhenluft war deutlich spürbar. Die Aussicht war jetzt schon fantastisch. Der Weg ging über den Gletscher am Breithorn vorbei. Noch war es eine gemütliche Wanderung. Doch das änderte sich rasch. Am Fuss des Pollux montierten wir die Steigeisen. Für Chrischi und mich war es am Anfang noch etwas ungewohnt doch Evelyne hatte ja schon Erfahrung gesammelt bei der Mönchbesteigung vor 3 Jahren. Nach einem kleinen Aufstieg machten wir an einem windgeschützten Ort eine kurze Pause. Die warmen Kleider leisteten jetzt schon ihren Dienst, da eine sehr kalte Brise uns um die Ohren pfiff. Leider brachte dieser Wind das schlechte Wetter mit sich. Je höher wir aufstiegen um so schlechter wurde die Aussicht! Nach etwas mehr als drei Stunden erreichten wir nach einem harten und zum Teil auch schwierigen Aufstieg mit Kletterpassagen den Gipfel auf 4091 M.ü.M. Für die grosse körperliche Anstrengung wurden wir leider nicht belohnt. Die Sicht beschränkte sich auf ein paar Meter und es war mindestens -20 Grad kalt. So zogen wir uns eine weitere Jacke an und machten uns auf den Rückweg. Und irgendwie kam es uns vor als sei dieser doppelt so lang als der Aufstieg. Die Sicht war schlecht und wir sahen das Ziel nicht vor Augen. Die Beine wurden auch immer schwerer. Nach ca. 6 1/2 Stunden erreichten wir wieder die Bergstation. Glücklich, stolz und von der Tour noch etwas gezeichnet machten wir uns auf den Rückweg nach Zermatt.
Am Abend haben wir bei einem Fondue mit einem (vielleicht auch zwei) Glas Wein angestossen und genossen noch die Zeit in Zermatt. So ging dieses Abenteuer zu Ende und wir waren uns einig, dass dies nicht unsere letzte Bergtour war. Von Zermatt aus sahen wir so ein wunderschöner Berg ganz alleine in den Himmel ragen. Ich glaube es war das Matterhorn!! Und in unseren Köpfen ist der Traum von dort oben auf die Welt zu schauen. Wir werden sehen ob sich dieser Traum erfüllen lässt!

 
 
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