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Super Saisonauftakt in Australien
 
     
 
Am vergangenen Wochenende startete die Wintersaison der Skiakrobaten mit zwei Weltcups im australischen Mount Buller. Für die Athletinnen und Athleten immer ein spezieller Wettkampf, da die Zeit für die Umstellung vom Wasserschanzentraining zum Springen im Schnee sehr kurz ist. Die Erinnerungen von Evelyne Leu an Australien waren in den letzten Jahren nicht besonders gut. Kam sie doch zweimal verletzt in die Schweiz zurück. Dies wollte sie natürlich dieses Jahr ändern. Da das Wetter leider nicht ganz mitspielte und es immer wieder starken Wind und Schneefall hatte, entschloss sie sich auf die Dreifachsaltos zu verzichten. Am ersten Wettkampf vom Samstag zeigte sie beim ersten Sprung einen Full-Full (Doppelsalto mit zwei Schrauben). Mit über 80 Punkte qualifizierte sie sich als fünfte für den Finaldurchgang. Mit einem sauberen Lay-Full im Final klassierte sie sich schliesslich mit einem Punktetotal von 163.73 P. auf dem ausgezeichneten vierten Schlussrang. Es herrschten schlechte Wetterbedingungen, doch mit ihrer Routine und zwei sicheren Landungen konnte sie viele Athletinnen mit schwierigeren Sprüngen hinter sich lassen.
Beim zweiten Wettkampf am Sonntag zeigte sie wieder einen starken ersten Sprung den ihr den 6. Zwischenrang einbrachte. Beim zweiten war die Rotation ein wenig zu klein und sie musste einen Sturz in Kauf nehmen, den sie auf den 8. Rang zurückwarf.
Für Evelyne Leu war es ein gelungener Saisonstart. Bedenkt man, dass sie ansonsten Dreifachsaltos springt, lässt dies hoffen für den weiteren Verlauf der Wettkampfsaison, die im Dezember in Finnland weitergeht. Nun geht es wieder zurück auf die Wasserschanze ins Training, bevor sie anfangs November das Schneetraining wieder in Angriff nimmt.
Auch die Schweizer Herren zeigten ausgezeichnete Leistungen. Am Samstag konnte Christian Kaufmann das erste Mal seit Andi Messerli 1997 wieder einen Podestplatz für die Schweiz erreichen. Er sprang auf den dritten Platz knapp vor seinem Teamkameraden Martin Walti. Das dies nicht etwa ein Zufall war, zeigten die beiden gleich am Sonntag. Diesmal hatte Walti die Nase vorne und konnte als dritter ebenfalls auf das Podest steigen. Eine so starke Teamleistung der Schweizerinnen und Schweizer gab es schon lange nicht mehr und lässt für die Zukunft hoffen.
 
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